Kräuterschnaps

Nehmen Sie eine Flasche Urlaubserinnerungen mit nach Hause

Kräuterschnaps ist eine herrliche Sache und obendrein gesund. Und hier hat man die Chance, den Geschmack des Schnapses selbst zu bestimmen. Galgenstrauch (Heidemyrthe), Johanniskraut, Krähenbeere, Bibernellrose und Heidekraut kann man in der Umgebung von Henne Strand sammeln.

Vergessen Sie also nicht eine Flasche 37-40-prozentigen Wodka oder Korn sowie ein paar kleinere leere Flaschen mit Korken einzupacken. Wodka ist geschmacksneutral und deshalb bestens zur Herstellung von Kräuteressenzen geeignet.

Wenn Sie Kräuter für Ihren Ferienschnaps ernten, pflücken Sie diese bitte nie an stark befahrenen Wegen, sondern in den mehr abgelegenen Teilen der herrlichen Naturgebiete. Pflücken Sie "feuchte" Beeren oder Früchte, empfiehlt sich ein höherprozentiger Wodka, da der Schaps sonst zu sehr verdünnt wird. Die Essenz wird aus Blättern, Beeren oder Früchten Ihrer Wahl hergestellt. Füllen Sie die angegebene Menge in saubere und trockene Flaschen, bzw. Marmeladengläser und füllen Sie diese mit Schnaps auf, sodass die Kräuter gerade bedeckt werden. Nun lässt man die Essenz zwischen ein paar Tagen und drei Monaten ziehen. Eine Faustregel besagt: 3-5 Tage bei Blättern, Stielen und Blüten, acht Tage bei Wurzeln und drei Monate bei Beeren und Früchten. Nach Ablauf der Ziehzeit wird die Essenz durch einen Kaffeefilter gegossen.

Damit sich der Geschmack richtig verteilen kann, verdünnen Sie die Essenz über ein paar Tage hinweg, bevor Sie sich ans Probieren wagen. Besorgen Sie sich einige schöne, klare Flaschen, in denen der Kräuterschnaps mehr zur Geltung kommt. Stellen Sie diese aber nicht ins Licht. Das sieht zwar hübsch aus, aber die Farbe verblasst zu schnell. Im Laufe der Zeit nehmen die meisten Schnäpse eine bräunliche Farbe an.

Galgenstrauchschnaps

Man kann sowohl die "Zapfen" als auch die Blätter verwenden. Die Zapfen hängen im Frühjahr am Galgenstrauchbusch - in der Regel eine Woche, bevor die Blätter ausschlagen: Sie sollten vor dem 1. April gepflückt werden. Verwendet man Zapfen und getrocknete Blätter, erhält man einen braunen Auszug - wie starken Tee. Will man grünen Schnaps servieren, sollte man frischgepflückte Blätter verwenden. Die Ziehzeit beträgt hierbei nur von einem halben bis zu einem Tag und der Schnaps sollte noch am gleichen Tag genossen werden. 150g Blätter oder eine halbe Tasse Zapfen passen in eine ganze Flasche Schnaps - so verstanden, dass für die Essenz die Blätter gerade so bedeckt werden. 

Ziehzeit: drei Stunden bis drei Tage.

Johanniskrautschnaps

Zur Zeit der Sommersonnenwende, wenn das Johanniskraut blüht, pflückt man die gerade gesprungenen Knospen. Eine halbe Tasse voll, 10-15 Gramm, reichen für eine ganze Flasche Schnaps. 

Ziehzeit: drei bis vier Tage.

Krähenbeere

Krähenbeeren sollte man immer waschen, bevor man sie für die Kräuterschnapsherstellung verwendet. Man füllt die Flasche fast ganz mit Beeren und hat man einen höherprozentigen Wodka dabei, sollte dieser hier zur Anwendung kommen. 

Ziehzeit: drei Monate

Heidekrautschnaps

Für einen Heidekrautschnaps pflückt man die Spitzen der Jungtriebe. Eine Tasse reicht für eine ganze Flasche Schnaps/Wodka. 

Ziehzeit: Vier bis fünf Tage.

Honigschnaps

Heidekrauthonig ist bestens für Honigschnaps geeignet. Für eine ganze Flasche Schnaps genügen ein paar Esslöffel Honig. Der Honigschaps ist fertig zum Trinken, wenn der Honig sich aufgelöst hat. Dies kann man beschleunigen, indem man die Flasche hin und wieder schüttelt.

Bibernellroseschnaps

Die schwarzblauen Früchte der Bibernellrose werden Mitte Oktober gepflückt. Die Essenz soll mindestens vier Wochen ziehen, dann gefiltert und gelagert werden - am besten ein Jahr lang. Eine kleine Tasse mit Früchten ist genug für eine ganze Flasche Schnaps. Bibernellrosenschnaps kann durchaus den Cognac zum Kaffee ersetzen.