Tipperne

Sind Sie naturinteressiert? 

Und vielleicht speziell am Vogelleben. Dann müssen Sie einen Abstecher nach Tipperne, eine Halbinsel im südlichen Teil des Ringkøbing Fjords, machen. Seit Jahrzehnten ist das Vogelleben der Gegend geschützt, um den Schwimm- und Watvögeln ein ungestörtes Brut-, Futter- und Rastgebiet zu geben. Und dies gelang. Heute ist Tipperne einer der wichtigsten Rastplätze für Zugvögel in Dänemark. Jedes Jahr besuchen tausende Watvögel von Skandinavien und Sibirien das Gebiet. Dieser jährliche Vogelzug zwischen Winterquartier und Brutplätzen ist ein herrlicher Anblick. Im Juli-Augus kann man u.a. Strandläufer, Sperlingsvögel, Schnepfen und Goldregenpfeifer sehen. Das ganze Jahr über kann man Dänemarks Nationalvogel, den Schwan, beobachten.

Tipperne ist eines der bekanntesten Naturschutzgebiete Dänemarks. Das Gebiet ist im südlichen Teil vom Ringkøbing Fjord gelegen, wo Tipperne auf einer kleinen Halbinsel in den Fjord hineinragt. In 1768 hat der Staat die Tipperne übernommen und 1898 wurde das Vogelleben im Gebiet unter Naturschutz gestellt. Tipperne ist eine „junge“ Landschaft - nur wenige hundert Jahre alt. Es ist entstanden druch die Ablagerung von Sand und Kleiboden östlich von der Dünenplantage von Holmsland. 

Die Kluft, die früher die Verbindung zwischen Ringkøbing Fjord und der Nordsee war, ist in den Jahren 1600 – 1800, Richtung Süden gewandert. 
Innerhalb der Kluft wurden die großen Sandflächen Hauervig Grund und Tippesande abgelagert. Auf diesen entstanden Strandwallen und Dünensystemen, wie das jetzige Store-Tipper. Im Schutz hiervon entstand die Marsch, durch die Ablagerung von Kleiboden, wo die Pflanzen der Marschweiden sich etablieren konnten. 

Seit 1928 sind die Brutvögel auf Tipperne jedes Jahr gezählt worden. Eine so umfassende Aufzählung wie diese gibt es nur ganz selten in Europa. Die meisten Watvögel bevorzugen niedrig gehaltene Weiden, man hat daher 1972 ein Pflegeprogramm gestartet. Die Weiden wurden wieder hergerichtet und in den Jahren von 1970 bis Mitte der Jahre um 1980 ist die Anzahl der Brutvögel kräftig angestiegen. Heute brüten mehr als 1000 Paare von Watvögeln auf den Tipperne. Oft gesehene Brutvögel sind: Säbelschnäbler, große Kupferschnepfe, Kiebitz, Streithahn, Strandläufer und Strandelster. Für den Streithahn und den Strandläufer ist Tipperne eines der wichtigsten Brutstellen in Dänemark. 

Tipperne ist zusammen mit dem Niedrigwassergebieten um die Halbinsel, Rastplatz für tausende von Watvögeln, Enten und Gänsen. Von April bis September ist der Zug der Watvögel am Größten. In großer Anzahl kann man die Brutvögel erleben. Im März, April, September und Oktober kommen die Enten zum rasten. Die am meisten gesehenen Vögel sind: Pfeifenenten, Grauenten und Spitzenten. Darüber hinaus kann man die Löffelenten und Grabenten sehen. Im Herbst und im Frühling kann man viele Gänse erleben wie die Graugänse, Ringelgans, Hemgans und die Kurzschnabelgans. Im Winter Halbjahr kann man den großen Muschelschlucker, die Schreiente und den Höckerschwan sehen. 

Botanisch gesehen ist die Halbinsel Tipperne sehr spannend. Die Pflanzen sind zusammen gesetzt aus Strandweide, Süßwasserweide und Heidemoor. Man kann verschiedene seltene und unter Naturschutz gestellte Pflanzen sehen.

Zugangsregeln:

Um das Vogelleben so wenig wie möglich zu stören gilt ein generelles Zugangsverbot zu den Tipperne.

An folgenden Zeitpunkten ist es jedoch möglich Tipperne zu besuchen unter bestimmten Bedingungen:

1. März - 31.Juli: Alle Tage 7.00 - 22.00 Uhr. Nur Zugang im Auto.

1. August - 31.Oktober: Alle Tage 9.30 - 15.30 Uhr. Nur Zugang im Auto und auf dem Fahrrad.

1. November - 28.(29.) Februar: Kein Zugang.

Die Tipperne müssen ohne Aufforderung vor der Schließzeit verlassen werden.

Der Schotterweg muss bis ganz zum Parkplatz vom Tipperhaus gefahren werden. Es darf nicht unterwegs angehalten werden und auch nicht entlang des Weges gegangen werden.

Es ist erlaubt auf der Grasfläche unmittelbar rund um das Tipperhaus und den markierten Wanderpfad Richtung Westen zu gehen. Alles weitere Betreten der Umgebung ist nicht erlaubt. Benutzung von Vogelturm und Vogelaussichtshütte auf eigene Gefahr.